Sonntag, 26. April 2009
Meine ersten zwei Monate
Hola

Wie ihr sicher an der Häufigkeit meiner Bericht merkt, vergeht die Zeit hier unglaublich schnell. Jezt bin ich schon 9 Wochen hier und in einer Woche und zwei Tagen ist Tillmann schon da.

Habe nach zwei Wochen in meiner ersten Gastfamilie, eigentlich des Preises wegen, die Familie gewechselt. Ich habe in der ersten Familie mit Essen 200 Dollar im Monat gezahlt und jetzt nur 60 Dollar aber ohne Essen. Bin sehr froh gewechselt zu haben, denn dort fühle ich mich auch viel wohler.
Wohne dort mit Monika, einer weiteren Freiwilligen aus Spanien, Frida (4 Jahre), Alan (17 Jahre) und meinen Nicaeltern Pablo und Ivania zusammen.
Anfang Juni werden wir (Tillmann, Valeska, Monika und ich) in ein "Haus" ziehen. Momentan wohnen dort 4 Belgier aus Flandern, die dann Ende Mai
zurückfliegen werden. Wir werden dort voraussichtlich zwei Monate wohnen bleiben, weil Valeska dann auch leider wieder nach Belgien zurück muss und Monika noch einen Monat mit ihrem Freund reisen wird bevor es dann für sie auch Ende August wieder nach Spanien geht.

Tillmann und ich wissen aber auch noch nicht wo es dann für uns hingeht. Till wird jetzt erst auch bei Los Pipitos in der Schreinerei anfangen zu arbeiten und dann müssen wir mal schauen wie das Leben und die Arbeit uns dann Ende Juli hier gefällt.
Los Pipitos ist eine Werkstatt für Menschen mit einer Behinderung. Ich arbeite in einem Bereich, indem morgens Jugendliche und Erwachsene schwerstbehinderte beschäftigt werde, also eher eine art Tagesstätte. Nachmittags kommen Mütter mit ihren behinderten Kindern, um hin und wieder einfach eine Nachmittagsbeschäftigung zu haben. Freitagsnachmittags kommen Mütter mit ihren Babys und Kleinkindern, zur Frühförderung. Also alles sehr abwechslungsreich. Ich arbeite dort mit zwei nicaraguanischen Frauen, einer Freiwilligen aus Deutschland und Valeska. Die Arbeit mit den Nicas ist nicht immer sehr einfach, da sie sehr oft einen ganz anderen Begriff von Pädagogik als wir Europäer haben, sie sehr oft unverlässig und sehr oft auch ideenlos sind.

Die Sachen die in den verschiedenen Ateliers produziert werden (Kerzen, didaktische Materialien aus Holz, Lampenschirme aus Papier,...), werden verkauft und somit finaziert sich Los Pipitos. Letzten Monatg habe ich eine Filzfortbildung für alle Erzieherinnen der verschiedenen Ateliers in Los Pipitos gegeben, denn momentan gibt es zuviele Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung in den verschiedenen Ateliers, Los pipitos ist immmer auf der Suche nach neuen Ideen für Ateliers, Filzen kennt hier niemand und momentan geht es Los Pipitos finanziell überhaupt nicht gut. Die Fortbildung ist gut angekommen, die Frauen war interssiert an der Technik, sie fanden ihre Produkt sehr schön, sie wollen die Technik mit den Jugendlichen und Erwachsenen ausprobieren und sie meinten auch dass sich einige Sachen bestimmt verkaufen lassen.
Valeska und ich haben Los Pipitos auch vorgeschlagen auf dem Wochenmarkt am Freitag einen Stand mit den Leuten von Los Pipitos zu machen um die Produkte einfach besser zu verkaufen.
Werden am Ball bleiben, denn hier werden Vorschläge oft als sehr positiv angenommen, aber nicht ausgeführt.

Nächsten Freitag ist hier auch ein Feiertag. Werden über das verlängerte Wochenende dann ans Meer fahren und am Montag fahr ich Tilli dann in Managua abholen.
Freue mich sehr auf ihn.

Alles Liebe INES

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Mittwoch, 25. Februar 2009
Esteli
Hola

Bin am Freitag dann doch noch geflogen. Am Fulghafen in Düsseldorf gab es nämlich einige Probleme, bzw haben die sich da vielmehr angestellt. In Atlanta und in Managua gab es nämlich keinerlei Probleme!
Der Flug war echt lang und die Zeit ist auch nicht sehr gut vergangen, weil ich sehr aufgeregt war!!! Weil das in Düsseldorf schon so komisch angefangen hatte, war ich tierisch nervös.
Naja bin dann doch um 21:30 in Managua geladet und Manuel hat mich wie abgesprochen am Flughafen abgeholt! Das ist schon alles sehr sehr aufregend hier. Samstags sind dann Valeska und Laurence, zwei Belgierinnen nach Managua gekommen um mich dort abzuholen. Wir sind von der Mama von Manuel unglaublich verwöhnt worden.
Sonntags sind wir dann zu einem sehr beeindruckenden Markt nach
Masaya gefahren. Die beiden haben dort ihrer Abschiedsgeschenke gekauft. Laurence bleibt nämlich nurnoch eine Woche in Nica. Abends bin ich dann mit Valeska drei Stunden mit dem Bus nach Esteli gefahren. Es war noch nicht ganz klar wo ich übernachten würde, da Valeska sich mit ihrer Nicaschwester ein Zimmer teilt. Angekommen in Esteli sind wir sofort zu einem Geburtstag von einem Flamen gegangen und dort hat dann eine Österreicherin Monika direkt angeboten, dass ich bei ihrer Nicafamilie übernachten kann. Hier in Esteli wimmelt es nur so von Freiwilligen. Montag war dann mein erster Tag bei Los pipitos. Werde jetzt erst zwei Wochen einen Sprachkursus machen. Der ist immer von acht bis 12. Habe gestern meine Nicafamilie bekommen. Vilma und ihre zwei Töchter. Sind alle drei sehr nett. In Vilmas Haus lebt auch ihr Bruder und drei Studenten.
Mein Spanisch ist wirklich noch nicht gut. Bin aber dabei viel zu lernen.
Gestern Abend war ich mit zwei Flaminnen bei einem Tanzkurs und heute geh ich mit Monika Cocktails trinken.

Hier einige Eindrücke von Nicaragua:
- Das Klopapier wird nicht ins Klo geschmissen, weil die Toiletten sonst verstopfen.
- In den Strassen wird stänidg von den Taxen und Bussen gehupt.
- Bisher sind alle sehr an dem europäischen Leben interessiert.
- Man wird permanent angepfiffen und chela (weisse) gerufen.
- Man ist schmutzig wenn man zwei Tage hintereinander das Gleiche anzieht.
- Die Frauen sind egal wie arm oder reich sehr aufgetackelt.
- Saubere Nägel und Füsse sind gerne gesehn.
- Die Menschen sind allgemein etwas dicker, da das Essen sehr fett und sehr sehr süss ist.
- Es wird wenig Gemüse und Obst gegessen.

Mir gehts bisher ganz gut. Muss mich an sehr vieles einfach gewöhnen.
Alles ist noch verrückter als ich es mir vorgestellt habe.

Freue mich von euch zu hören.

Alles Liebe Inni

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Donnerstag, 19. Februar 2009
Jetzt gehts los
Noch einmal schlafen, dann sitz ich im Flugzeug:)

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